Dann erschießen wir sie halt!

24.03.2015 cleaulem

Es ist schon erstaunlich, was für einen Aufwand die Amerikaner betreiben, nur um Verbrecher möglichst „verfassungsfest“ umbringen zu können. Die Giftspritze ist keine Option mehr, aus Europa kriegen sie die Wirkstoffe nicht mehr importiert, und die einzige Firma in den USA, die eine Lizenz für die Herstellung dieser Giftstoffe hat, weigert sich, die an Gefängnisse zu verkaufen. Die Ersatzstoffe wirken nicht richtig, mehrere Gefangene mussten bei ihren Hinrichtungen fürchterliche Qualen durchstehen.

Nun führt Utah wieder die Erschießungskommandos ein, nachdem diese 2004 abgeschafft wurden.

Am besten ist die Begründung für die Wiedereinführung dieser barbarischen Strafe. Das Gesetz würde schließlich verlangen, dass zu Tode verurteilte hingerichtet werden müssten. Soso, die Todesstrafe an sich wird natürlich nicht in Frage gestellt. So heißt es von der Regierung von Utah:

Wer sich gegen die Erschießung ausspreche, sei in erster Hinsicht allgemein gegen die Todesstrafe, erklärte Marty Carpenter. Diese Entscheidung stehe aber nicht zur Debatte. Vielmehr hätten die Behörden die Pflicht, ein gefälltes Urteil zu vollstrecken.

Bei soviel schizophrenem Double Think kann man doch nur noch den Kopf schütteln. Auf die Idee, dass die Todesstrafe vielleicht doch nicht so eine tolle Idee sein kann, wenn es so schwer ist, die Verurteilten „human“ zu töten, kommt natürlich niemand. Da wird stattdessen darauf verwiesen, dass das Gesetz schließlich diese Strafe vorschreiben würde. Das sagen diejenigen, die diese Gesetze machen. Das sagt der Gouverneur, der das Recht hat, die Todesurteile auszusetzen und die Verurteilten zu begnadigen. Das ist wirklich verlogen.

Es ist einfach egal, mit welchen Methoden man jemanden hinrichtet. Human ist keine davon. Denn einen Menschen zur Strafe zu töten ist immer inhuman. Da ist die Debatte darüber, welche Methode die am wenigsten grausame ist, schon richtig zynisch. Sie sind schlicht alle grausam, egal wie wenig das Opfer dabei spürt oder davon mitbekommt. Die Todesstrafe gehört einfach abgeschafft. Dann gäbe es für alle weniger Probleme. Schon erstaunlich, was für ein Aufwand betrieben wird, nur um an diesem barbarischen Ritual festzuhalten. Einfach nur dämlich!

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Schwarzgeldkonservative

24.03.2015 cleaulem

geld

In Spanien kommt gerade heraus, dass die konservative Partido Popular jahrzehntelang schwarze Kassen für Schmiergelder geführt hat.

Warum sind das eigentlich immer die Konservativen, die solche krummen Dinger im großen Stil durchziehen? Na klar, die Sozialisten/Sozialdemokraten und andere linke Parteien haben auch ihre schwarzen Schafe. Die SPD hatte Ulla Schmidt mit der Dienstwagenaffäre. Cem Özdemir von den Grünen stolperte über eine Flugmeilenaffäre. Bei beiden war die Aufregung groß. Doch wenn man es richtig kriminell, und das im großen Stil, will, braucht man die konservativen Unionsparteien.

Da tun sich Abgründe auf, wenn man mal genauer gräbt. Die Bundes-CDU mit der kohlschen Spendenaffäre und dem „Ehrenwort“ oder die Hessen-CDU. Dann die CSU mit den Amigo-Machenschaften. Dagegen sind die anderen Parteien richtige Amateure, was Selbstbereicherung und Vetternwirtschaft angeht. Die richtig großen Dinger passieren immer bei den bürgerlichen und konservativen.

Ich weiß nicht, woran das liegt. Sind konservative eher Egoisten? Haben die geringeres Unrechtsbewusstsein? Keine Ahnung. Aber ich finde es schon auffällig, wie viele Schweinereien es aus diesem Bereich gibt.

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