Deutschland und sein Buchmarkt

12.04.2015 cleaulem

buchmarkt

Bei faz.net lese ich heute morgen einen Artikel, der sofort mein Interesse geweckt hat. Denn er handelt vom deutschen Buchmarkt, der ja allein schon aus beruflichen Gründen in meinem Interessensfeld liegt. Der Artikel ist absolut lesenswert, doch ich will auch noch ein paar eigene Sätze dazu schreiben. Der Anfang ist auf jeden Fall schon interessant:

Allenthalben wird das Loblied auf den deutschen Buchhändler gesungen. Die Kulturstaatsministerin bekannte soeben auf der Leipziger Buchmesse, sie habe noch nie ein Buch online bestellt: Sie suche, trotz ihrer allgemeinen Wohlinformiertheit, den Rat eines singulären, persönlichen Buchhändlers.

Dass es dem deutschen Buchhandel so geht, wie es ihm geht, liegt erstens an den deutschen Großhändlern, die bis zum nächsten Tag liefern können – eilig wie Pharmadienstleister –, und zweitens an der Buchpreisbindung. Drittens am geringen Mehrwertsteuersatz. Viertens an einer äußerst kulanten Regelung der Verlage, die dem Einzelhandel erlaubt, nicht verkaufte Bücher zu remittieren, also mit geringem Risiko im Geschäft vorrätig zu halten. Das Buch gilt als bedrohte Art, weshalb viele Deutsche glauben, die günstigen Umstände wären auf ewig garantiert.

Diese ersten beiden Absätze sind symptomatisch für die Haltung des deutschen Buchhandels, sei es Verleger oder Händler. Und diese Haltung ist durchaus kritisch zu sehen. Da haben wir die Kulturstaatsministerin, die noch nie ein Buch online bestellt hat. Diese Aussage kenne ich selbst schon von persönlichen Begegnungen.

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